Darum geht die Debatte


Unser Verhältnis zum (nördlichen) Nachbarn ist komplex. Wieviel davon liegt an uns selbst? Wir sprechen mit unseren eigenen, nicht deutschsprachigen Landsleuten lieber Englisch als Deutsch. Artikel 4 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (SR 101) sagt, dass "die Landessprachen (...) Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch" sind. Mit Anderssprachigen in unserer "Landessprache" Schweizerdeutsch zu sprechen ist folglich ein Irrtum und trägt nicht zur Integrationsförderung bei.

Wenn man dann noch bedenkt, dass u.a. die SVP-Kampagne gegen den "deutschen Filz" von einem Deutschen Werber in Zürich entworfen wurde, zerfällt die ganze Debatte in sich selbst, wird und wirkt beinahe komisch, und ähnelt einem Sturm im Wasserglas. Wir setzen uns einmal mehr mit unserer Eigenartigkeit auseinander (Symptombekämpfung), als dass wir uns den wirklichen Hintergründen (Wurzeln) stellen, die damit verbunden sind.

Ist es denkbar, dass wir aus der Einwanderung Vorteile für die Schweiz schöpfen, so wie dies andere Länder tun? Sprachförderung? Kulturförderung? Dialog? Förderung des Wirtschafts- und Dienstleistungsplatzes Schweiz?

Ich freue mich auf Euer feedback (oder Rückmeldung, wie's in unserer Deutschen Landessprache heisst...).

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Meist ist es so, das schweizer Fachkräfte bevorzugt eingestellt werden, falls es welche auf dem Arbeitsmarkt gibt. Da uns in verschiedenen Positionen Fachkräfte fehlen, rekrutiert man diese heute in ganz Europa. In unserer global vernetzten Welt ist dies Realität. Für eine erfolgreiche Firma geht es nur darum, gute Mitarbeiter zu bekommen, unabhängig von Geschlecht, Alter oder Herkunft.

Um genügend schweizer Fachkräfte zu bekommen ist auch die Politik gefragt, welche die nötigen Grundlagen schafft, damit wir genügend und gute Bildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten haben.
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Oder will sich niemand daran die Finger und Wahlchancen verbrennen?
2 Kommentare
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Och, mit den Deutschen wollte die SVP dch nur den Anti-Deutschen-Reflex ihrer Stammtisch-Klientel bedienen. Mit der Anprangerung von Uni-Professoren hat sie aber definitiv das falsche Milieu anzusprechen versucht.

Das mit dem Journalisten-Thema könnte hin kommen. Als Involvierter bei der Neubesetzung der Medienprofessur von Prof. Blum an der Uni Bern (mit einer Deutschen) wurde ich auch einmal von einer Journalistin auf das "Problematische an der Sache" angesprochen. Ich musste erst mal nachfragen, was sie denn als problematisch erachte...
Dennis aus Biel/Bienne - GLP 12. Februar 2010 Verstoss melden
Nun ist aus dieser "Problematik" doch sogar wieder waschechte Freundschaft geworden, und wir Schweizer weinen mit unseren Deutschen Freunden über den "nur" dritten Platz in der WM. Und mit der Motion Baettig (SVP) soll Baden-Württemberg sogar der grösste Kanton werden (flächen- und bevölkerungsmässig). Also endgültig Schwamm drüber, über diese Diskussion.
Thomas Kalau - Präsident glp Oberaargau, GLP 12. Juli 2010 Verstoss melden
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